Vegan banana cake without eggs, sugar and butter: so delicious!

Ehe ich euch das Rezept für einen leckeren veganen Bananenkuchen an die Hand gebe, eine kleine Info vorab: Ich selbst ernähre mich weder vegan noch vegetarisch. Ich habe meinen Fleisch- und Fischkonsum allerdings drastisch reduziert und achte sehr darauf, wo ich einkaufe, wenn ich mich doch einmal dazu entscheide, ein Fisch- oder Fleischgericht zu zaubern. Nichtsdestotrotz habe ich große Freude daran, vegane und vegetarische Rezepte auszuprobieren. Während es beim Kochen bisher nie ein Problem für mich darstellte und ich ausnahmslos jede vegane beziehungsweise vegetarische Mahlzeit sehr lecker fand, sieht das beim Backen etwas anders aus: Leider hatte ich bis dato oft das Gefühl, dass Eier nur schwer beziehungsweise gar nicht ersetzt werden können. Für mich schmecken die meisten veganen Kuchen nach Knete (mit dieser Aussage mache ich mir vermutlich keine Freunde, allerdings ist das meine ehrliche Meinung). Trotzdem wollte ich das Rezept, das ich bei „Backen macht glücklich“ gefunden habe, in etwas abgeänderter Form ausprobieren, da es sich sehr lecker anhörte.

The ingredients

Ich habe eine kleine Springform (Durchmesser: 18 Zentimeter) verwendet, die Mengenangaben beziehen sich dementsprechend darauf. Für Ein- oder Zwei-Personen-Haushalte sind die kleinen Förmchen absolut klasse, wenn man sich zwischendurch am Backen versuchen möchte.

Was ihr benötigt:

  • 3 sehr reife Bananen
  • 150 g Apfelmus ohne Zucker
  • 100 ml Sojamilch
  • ½ Päckchen Vanille Bourbon Aroma
  • 1 EL Kokosöl
  • 200 g Dinkelmehl Type 630
  • 2 TL Backpulver
  • 1 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Für den Kakao-Teig werden zu einem späteren Zeitpunkt noch folgende Zutaten benötigt:

  • 1 EL Backkakao
  • 1 TL Sojamilch

How to bake this vegan banana cake step by step

So gern ich auch Kuchen selbst backe – die Geduld und Zeit für ewig langes „In-der-Küche-Stehen“ habe ich leider nicht. Deshalb müssen Rezepte bei mir immer schnell gehen und trotzdem ein leckeres Ergebnis liefern. Der vegane Bananenkuchen ist wirklich im Handumdrehen fertig und ihr braucht keine sonderlichen Backkenntnisse dafür:

  1. Der Ofen wird auf 175 Grad Celsius bei Ober-/Unterhitze vorgeheizt.
  2. Im Anschluss müsst ihr die Springform mit etwas Kokosöl einfetten und mit Mehl bestäuben.
  3. Schneidet daraufhin die Bananen in Stücke und gebt sie zusammen mit dem Apfelmus, der Sojamilch, dem Kokosöl und Vanille Aroma in eine Schüssel. Alle Zutaten müssen gründlich miteinander vermischt werden.
  4. Stellt daraufhin ein Gemisch aus dem Mehl, Backpulver, Zimt und Salz her, das ihr nach und nach in das Bananenmus gebt.
  5. Nun beginnt ihr, den Teig in zwei gleiche Hälften zu teilen. In die eine Hälfte gebt ihr das Kakaopulver und einen Teelöffel von der Sojamilch.
  6. Im letzten Schritt müsst ihr den Teig lediglich noch in die Springform geben: Dafür gebt ihr immer abwechselnd einen Esslöffel des hellen Teigs und einen Esslöffel des dunklen Teigs in die Mitte der Form. Der Teig verläuft daraufhin nach außen und es entsteht das Zebramuster, das ihr auf den Fotos seht. Der Kuchen muss nun für etwa 35 Minuten im Ofen bleiben.

Das Ergebnis war für mich nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich absolut ansprechend. Durch die Bananen schmeckt der Kuchen süß genug und ich habe tatsächlich auch nicht die Eier oder den Butter vermisst. Probiert es doch einfach einmal aus und berichtet mir gerne, wie euch der Kuchen geschmeckt hat. Für mich ist er auf jeden Fall eine leckere und gesunde Alternative zu den Kuchen, die ich sonst gerne esse. Übrigens: Wundert euch nicht, wenn der Kuchen innen relativ feucht bleibt, das liegt hauptsächlich an den fehlenden Eiern. Ich muss aber auch sagen, dass mir gerade das an dem Kuchen sehr gut gefallen hat.

Macht es gut und bis bald!

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#Bookmonday: „Das Licht der Insel“ by Jean E. Pendziwol – unexpectedly amazing

Herzlich Willkommen zurück zum Book Monday und einen schönen Ostermontag wünsche ich euch!

Eigentlich war für heute ein Rezept auf meinem Blog geplant (dieses wird natürlich nachgeholt), allerdings habe ich kurzerhand meinen Plan abgeändert, nachdem ich das Buch „Das Licht der Insel“ von Jean E. Pendziwol beendet hatte. Das Rezensionsexemplar lag nun schon etwas länger bei mir herum, ich hatte zugegebenermaßen keine allzu große Lust (mehr) auf die Geschichte. Mittlerweile frage ich mich aber, warum ich den Roman nicht schon viel früher gelesen habe. Aber erst einmal zu den Fakten: „Das Licht der Insel“ ist am 16. Oktober 2017 im Penguin Verlag erschienen und umfasst 416 Seiten, die auf insgesamt drei Teile innerhalb des Buches aufgeteilt sind.

Die Handlung

Der Roman handelt von einer Familie auf Porphyry Island: Die Protagonistin Elizabeth verbrachte ihre Kindheit und Jugend zusammen mit ihrer Zwillingsschwester Emily, ihren beiden Brüdern, Charles und Peter, sowie ihren Eltern auf der abgeschiedenen Insel. Ihr Vater, Andrew Livingstone, war zu gegebener Zeit Leuchtturmwärter und brachte insbesondere Elizabeth viel von seiner Arbeit bei, während sich die ruhige Emily gerne in der Natur aufhielt und sich mit Tieren beschäftigte. Die Schwestern sind unzertrennlich und ihr Bruder Charles fühlt sich dafür verantwortlich, die beiden zu beschützen.

70 Jahre lang hat Elizabeth nicht mehr mit Charles gesprochen, als eines Tages sein Schiff am Ufer entdeckt wird: Von ihrem Bruder fehlt jede Spur, lediglich die Logbücher ihres Vaters befinden sich an Bord. Elizabeth, die mittlerweile ein hohes Alter erreicht hat und erblindet ist, hat viele Fragen hinsichtlich ihrer Vergangenheit, auf die sie in den Logbüchern Antworten zu finden glaubt. Da sie die Einträge selbst nicht lesen kann, ist sie auf Hilfe von außen angewiesen. An dieser Stelle kommt Morgan ins Spiel: eine junge, rebellische Frau, die vor Kurzem beim Graffitisprayen am Zaun des Altenheims erwischt wurde, in dem Elizabeth untergebracht ist. Die Teenagerin muss den Zaun zur Strafe neu streichen und lernt im Zuge dessen Elizabeth kennen. Die beiden Frauen begeben sich wenig später auf gemeinsame Spurensuche in die Vergangenheit der alten Frau und entdecken zahlreiche Ungereimtheiten, die es nach und nach aufzuklären gilt.

Meine Meinung

Ich hatte an das Buch keine allzu hohen Erwartungen: Ich glaubte, einen Roman zu entdecken, den man gut zwischendurch lesen kann, ohne großartig mitdenken zu müssen. Bekommen habe ich allerdings etwas völlig anderes. Bereits im ersten Kapitel wird der Leser direkt ins Geschehen geworfen. Ich hatte zunächst ein wenig Probleme damit, mich in die Geschichte einzufinden, was unter anderem auch am Schreibstil lag. Er ist nicht kompliziert, aber anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Das kann allerdings auch daran liegen, dass ich vor diesem Roman einen Teil der Romance Elements Reihe gelesen hatte, der sich durch einen wirklich sehr einfachen, direkten Schreibstil auszeichnet. Jean E. Pendziwol schreibt hingegen sehr malerisch und beizeiten ausufernd. Nach diesen anfänglichen „Schwierigkeiten“ war ich allerdings absolut begeistert von ihrer Schreibweise. Die Autorin versteht es einfach, die Atmosphäre einzufangen und die Protagonisten zum Leben zu erwecken. Gerade das ist einer der Punkte, der mir in dem Roman besonders gut gefallen hat: Ich konnte die Einsamkeit auf der Insel und die Emotionen der Figuren nahezu spüren, weswegen es mir gelungen ist, vollständig in die Geschichte abzutauchen.

Der Roman ist am Anfang und Ende in der dritten Person geschrieben (auch stilistisch ein sehr gelungener Rahmen), im restlichen Teil wird die Ich-Perspektive eingehalten. Hier variiert die Autorin zwischen der Sichtweise Morgans und Elizabeths, was das Lesen sehr abwechslungsreich macht und es ermöglicht, sich in die Hauptcharaktere hineinzuversetzen. Toll daran ist außerdem, dass sowohl Morgan als auch Elizabeth die Geschichte gemeinsam zu einem großen Ganzen zusammenfügen – ohne Beteiligung einer der beiden Protagonistinnen könnte man das Rätsel nicht lösen.

Stichwort „Rätsel“: Rätsel gibt der Roman wirklich zur Genüge auf. An sehr vielen Stellen dachte ich mir: „Das kann doch jetzt nicht sein!“. In dem Buch befinden sich unzählige überraschende Wendungen, mit denen ich niemals gerechnet hätte, sodass es bis zur letzten Seite spannend blieb. Vor allem gegen Ende der Geschichte hatte ich einen Knoten im Gehirn: Ich musste erst einmal die komplette Story Revue passieren lassen und nachdenken, ehe ich die Zusammenhänge bis ins Detail verstanden habe. Von wegen also „ein Roman für zwischendurch, bei dem man nicht nachdenken muss“. Der Autorin ist es einfach gelungen, das Leben der Charaktere auf wundervolle, wenn auch komplizierte Weise zu verstricken.

Am Ende des Buches wird der Rahmen nicht nur stilistisch geschlossen, sondern auch in puncto der beteiligten Personen – ein wirklich gelungener, abschließender Kniff.

Fazit

Für mich ist „Das Licht der Insel“ von Jean E. Pendziwol die Entdeckung im Monat März. Im Buchladen habe ich es zwar gesehen, allerdings nicht präsent platziert, sodass viele Menschen diesen tollen Roman nicht auf dem Schirm haben dürften. An einer Stelle im Buch steht in einem Zitat, dass Fans von Jojo Moyes „Das Licht der Insel“ lieben dürften. Ob ich Pendziwol mit ihr vergleichen würde, weiß ich nicht, allerdings spielen die beiden Autorinnen meiner Meinung nach definitiv in einer Liga. Umso überraschender für mich ist, dass es Pendziwols erster Roman ist, zuvor hat sie ausschließlich Kinderbücher geschrieben. Ich hoffe sehr, sie schreibt noch mehr Bücher für Erwachsene. Für mich ist nämlich klar: Ich werde sie lesen. An alle, die das Buch schon haben oder es sich noch zulegen möchten: Freut euch auf eine mystische Entdeckungsreise in die Vergangenheit, die ich mir – so am Rande erwähnt – auch sehr gut verfilmt vorstellen könnte.

Mit dieser Empfehlung möchte ich euch den letzten Osterfeiertag noch ein wenig verschönern und wünsche euch noch eine angenehme freie Zeit.

Bis bald,