The perfect gift for your grandparents

Ich bin sicher nicht die Einzige, der es so geht: Wenn der Geburtstag des Opas oder der Oma naht, stellt man sich jedes Jahr aufs Neue die Frage, was man denn schenken könnte. Eigentlich, so betont es mein Opa immer, haben sie ja schon alles. So stand ich auch dieses Jahr vor seinem großen Tag wieder vor der Frage, was ich ihm denn schenken könne.

Mit leeren Händen wollte ich selbstverständlich nicht kommen, allerdings gestaltete sich die Suche nach einem passenden Geschenk nicht gerade einfach – so ganz ohne jegliche Anmerkung beziehungsweise ohne Tipp.

Nach etwas Recherche bin ich auf eine Website aufmerksam geworden, die Geschenkzeitungen verkauft. Dabei handelt es sich aber nicht um irgendwelche Exemplare: Vielmehr sind es Original-Ausführungen aus dem jeweiligen Geburtsjahr. Oftmals lassen sich sogar Zeitungen finden, die am exakten Geburtsdatum verkauft wurden. Zugegebenermaßen sind diese nicht gerade günstig, allerdings weiß ich, dass mein Opa geschichtlich sehr interessiert ist. Außerdem: Wen von uns würde nicht interessieren, was am Tag seiner Geburt auf der Welt geschah?

Auf der Website konnte man sich sogar eine Geschenkmappe erstellen, die zwei Zeitungen aus dem Geburtsjahr und eine Urkunde umfasst, auf welcher der Beschenkte namentlich erwähnt wird. Außerdem hat man dabei die Möglichkeit, ein paar individuelle Zeilen einzufügen. Geliefert wird alles gesammelt in einem schönen, festen roten Einband. Ich war von der Aufmachung wirklich begeistert! Es war wahnsinnig spannend, ausgewählte Artikel durchzulesen, die alte Schrift und die Unterschiede in der Aufmachung der Zeitung im Vergleich zu heute zu sehen. Mindestens genauso darüber gefreut hat sich außerdem mein Opa – wir haben ihn auf der Feier mehrfach die Zeitungen rausholen und lesen sehen. Gerade deshalb wollte ich euch diesen kleinen Tipp keinesfalls vorenthalten.

Vielleicht fällt euch ja auch jemand ein, den ihr beschenken könnt. 😉 Welches Geschenk kam denn bei euren Großeltern besonders gut an? 🙂

Ich wünsche euch einen tollen Start ins Wochenende!

Sardinia – or: how to cure your wanderlust and find yourself

Lange ist es her seit ich meinen letzten Blogbeitrag online gestellt habe. Die Gründe hierfür waren ganz unterschiedlicher Natur: Letztendlich war es eine Mischung aus einigen privaten Angelegenheiten und der zugegebenermaßen fehlenden Motivation zum Schreiben. Ich habe hin und her überlegt, wie ich hier nun wieder einsteigen könnte. Mir persönlich ist es wichtig, hier auf meinem Blog auch einmal über Dinge zu schreiben, die weniger angenehm sind – denn seien wir mal ehrlich: Nicht immer läuft alles glatt im Leben und ich sehe keinen Grund dafür, alles beschönigen zu müssen. Zwar werde ich keine Details aus meinem Privatleben erzählen, allerdings möchte ich sehr gerne mit euch teilen, was meine Gedanken in einer doch recht schweren Zeit zu Beginn des Jahres waren und wie ich es geschafft habe, wieder völlig positiv gestimmt und unbeschwert mein Leben zu genießen. 🙂

Als ich etwa 18 war, entdeckte ich bereits das Reisen für mich. Vor allem das alleinige Bereisen ferner Länder war für mich einfach die beste „Therapie“. Für manche mag das komisch klingen und ich gebe euch natürlich dahingehend recht, dass das gemeinsame Erkunden neuer Orte mit dem richtigen Travel Buddy unheimlich viel Spaß macht. Der Vorteil daran ist vor allem, dass man die gemeinsamen Erlebnisse auch noch lange später zusammen Revue passieren lassen kann. Trotzdem war es vor allem das Alleinreisen, das mich im Leben weitergebracht und mir immer ein Stück mehr dazu verholfen hat, mich selbst zu finden.

Als ich nach dem Abitur mein Au Pair Jahr gemacht hatte, habe ich innerhalb dieser Zeit einige Reisen in den USA alleine unternommen. Manche Ziele von mir waren für die anderen Au Pairs einfach nicht interessant. Eine Reise dorthin deshalb sausen zu lassen, kam für mich jedoch niemals in Frage. Zugegebenermaßen kostete es mich anfangs einiges an Überwindung. Ich war gerade erst volljährig, flog alleine in eine fremde Stadt und musste mich zurechtfinden. Gerade in dieser Zeit lernte ich mich allerdings viel besser kennen: Ich merkte, dass ich mich unheimlich schwertat, auf andere Menschen zuzugehen. Ich war schüchtern, hatte Angst, etwas Falsches zu sagen und mich zu blamieren. Beim Alleinreisen war ich dann plötzlich dazu gezwungen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten: Sei es, weil ich mich verlaufen hatte oder einfach nur Tipps von Einheimischen wollte. Ich kann gar nicht beschreiben, wie viel Überwindung mich das damals kostete. Doch von Gespräch zu Gespräch fiel es mir leichter und ich war schon fast überrascht, welche tollen Begegnungen auf mich warteten.

Sich anderen Menschen zu öffnen, kann eine wirklich große Bereicherung sein: So denke ich zum Beispiel bis heute an Michael zurück, ein etwa 50-jähriger Mann, der vor ziemlich genau sechs Jahren neben mir im Flugzeug saß. Ich musste von meiner Au Pair Schule in New York nach Chicago zu meiner Gastfamilie. Mein Direktflug wurde gecancelled, sodass ich letztendlich von New York nach Charlotte und von dort aus nach Chicago fliegen musste (Sinn machte das natürlich überhaupt nicht). Da der erste Flug große Verspätung hatte, hatte ich sagenhafte zehn Minuten, um in Charlotte mitten in der Nacht den letzten Flug nach Chicago zu bekommen. Bereits im Flugzeug war ich total angespannt, habe mit meinen süßen 18 Jahren fast angefangen zu heulen und dachte, ich erreiche niemals mehr meine Gastfamilie. 😀 Michael schien dies wohl gemerkt zu haben und hörte sich meine nervösen englischen Wortfetzen an, während ich nur bemüht war, Contenance zu wahren. Da er in Charlotte wohnte und oft am Flughafen war, erklärte er sich bereit dazu, der Crew Bescheid zu sagen, dass ich als erste mit ihm aussteigen dürfe und er mich daraufhin zum richtigen Gate bringt. Ich sehe uns noch heute durch den halben Flughafen rennen – unglaubliche zwei Minuten vor dem Schließen des Flugsteigs war ich dann letztendlich dort. Ich hätte mich gerne viel ausführlicher bedankt, aber Michael meinte nur: „Ich habe selbst zwei Töchter. Wenn es den beiden so gehen würde, würde ich auch wollen, dass ihnen jemand hilft.“ Michael hat damals wirklich meinen Tag gerettet und war sich dessen vermutlich gar nicht richtig bewusst. Auch die folgenden Jahre hatte ich wahnsinnig inspirierende Begegnungen mit Menschen, die mir auch heute noch so präsent sind, als wären sie gestern passiert. Alle Leute, die ich auf meinem Weg getroffen habe, haben mit zu der Person beigetragen, die ich heute bin. Soziale Kontakte waren für mich seit jeher nichts mehr Beängstigendes, sondern vielmehr etwas Bereicherndes.

Einige Zeit später reiste ich dann mit meinem damaligen Freund durch die Gegend: Sowohl Städtetrips übers Wochenende als auch lange Reisen in weit entfernte Länder waren einzigartige gemeinsame Erlebnisse, über die wir noch lange gesprochen haben. Wie ich eingangs ja bereits erwähnt habe, macht es einfach Spaß, mit dem richtigen Reisepartner neue Orte zu entdecken – und ganz nebenbei verbinden all die faszinierenden Einblicke einfach.

Anfang diesen Jahres wurde meine Welt dann allerdings ziemlich auf den Kopf gestellt: Nach der Trennung von meinem Freund folgten direkt die Abschlussprüfungen für mein Studium und die Suche nach einer neuen Wohnung begann. Wie eingangs erwähnt, gehe ich hier nun nicht auf Details ein (weil es auch einfach nichts zur Sache tut), allerdings muss man vermutlich nicht gerade über besondere Fähigkeiten verfügen, um sagen zu können, dass es mir nicht sonderlich gut ging. Ich traf mich viel mit Freunden, war viel feiern – kurzum: ich war eigentlich nur unterwegs, um mich möglichst wenig mit mir selbst beschäftigen zu müssen. Grundlegend falsch finde ich so ein Vorgehen gar nicht unbedingt, allerdings ist es meiner Meinung nach auch kein sinnvoller dauerhafter Zustand. Zu irgendeinem Zeitpunkt sollte es zur Selbstreflexion kommen. Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, selbst gar nicht mehr genau zu wissen, wer ich eigentlich bin und was ich überhaupt möchte. Nach einigen Umwegen beschloss ich, mich wieder voll und ganz auf mich selbst zu konzentrieren. Ein wichtiger Schritt für mich war dabei auch das Alleinreisen. Jahrelang hatte ich es nicht mehr gemacht – trotzdem buchte ich ohne groß zu überlegen eine Woche Sardinien, Villasimius. Auf die Idee kam ich beim Durchblättern eines Fotoalbums. Ich sah mich auf den Fotos als kleines Mädchen im kristallklaren Wasser schwimmen und wusste einfach: „Da will ich nochmal hin!“. Kurz vor Beginn der Reise bekam ich dann allerdings Panik. Kann ich das alles überhaupt noch alleine? Was ist, wenn was schiefgeht? Und was mache ich, wenn ich Flugangst bekomme (eine Angst, die ich scheinbar ohne Grund zum ersten Mal vor etwa zwei Jahren erfahren habe)? Auf der anderen Seite sagte ich mir: „Du bist schon mit 18 alleine durch die Gegend gereist und es hat dir nichts ausgemacht. Stell‘ dich nicht so an!“ Einige mehr oder minder ausgeprägte Panikanfälle später 😀 stieg ich dann recht nervös ins Flugzeug. Und was soll ich sagen? Sobald ich auf meinem Sitz saß, war die Angst wie weggeblasen. Ich weiß nicht, was es war – es war einfach so. Ich genoss die zwei Stunden Flug nach Cagliari und wusste bereits zu dem Zeitpunkt, dass die Reise eine ganz besondere für mich sein würde

Dort angekommen wurde ich von einem Fahrer in Empfang genommen – ich hatte den Transfer zum Hotel gebucht. Auf Sardinien ist ein Mietwagen durchaus sinnvoll und hätte ich so einen Urlaub wie all die zuvor geplant, wäre das auch meine erste Wahl gewesen. Allerdings ging es mir persönlich dieses Mal um Entspannung und darum, dass ich wieder ganz zu mir komme. Die Fahrt zum Hotel Xenia, das ich euch übrigens uneingeschränkt empfehlen kann, dauerte etwa eine Stunde. Mit dem Fahrer konnte ich mich nur sehr bedingt auf Englisch unterhalten, allerdings fiel mir direkt wieder die unbekümmerte, liebe Art der Italiener auf. Stets freundlich, hilfsbereit, lachend und mit einer ausgeprägten Liebe zum Leben, die nach außen wirkt. Der Weg dorthin war traumhaft schön: Die Serpentinen schlängelten sich durch das Gebirge und von ganz oben hatte man einen atemberaubenden Blick auf endlos scheinende Strände und das kristallklare Wasser. Am Hotel angekommen, erkundete ich direkt den überschaubaren Ort Villasimius. Verlaufen habe ich mich trotzdem direkt. 😀 Nichts hätte mich in dem Moment allerdings weniger stören können: Ich hörte die Menschen angeregt Italienisch sprechen (für mich die schönste Sprache auf der Welt), es roch nach Meer und leckerem Essen.

Ich mietete mir für die ganze Woche ein Fahrrad, um mehrere Strände problemlos erreichen zu können. Der Weg war zwar mitunter etwas lang, aber ich kann mir auch durchaus Schlimmeres vorstellen als mit dem Rad Sardinien zu erkunden und die Gegend auf sich wirken zu lassen. 🙂 Neben Punta Molentis und dem Simius Beach war vor allem Porto Giunco ein absoluter Traumstrand: Weißer, feiner Sand und türkises, klares Wasser – was will man mehr? Für mich ist es bis heute ein Rätsel, warum Menschen bei so einer Beschreibung ausschließlich an weit entfernte Orte wie die Malediven denken. Manchmal sind die schönsten Plätze auch direkt „um die Ecke“.

Die Abende ließ ich in der Regel in einem Restaurant ausklingen, bestellte das sardische Bier Ichnusa und probierte mich durch Pasta, Pizzen und Fischgerichte. Ich kann nicht behaupten, dass ich die komplette Zeit über irgendwann einmal richtig schlecht gegessen hätte. Es war einfach ein Traum. ❤

Allerdings habe ich Villasimius nicht nur zu Fuß und mit dem Fahrrad erkundet: Ich entschied mich – wie auch in jedem anderen Urlaub zuvor, sofern ich die Gelegenheit gehabt habe – für einen Ausritt. Die Maneggio Tanka bietet jeden Tag von 17 bis 19 Uhr Ausritte an, die wirklich unglaublich sind: Man gelangt an Orte, die man so niemals sehen würde. Die Ausblicke waren gigantisch und man hatte das Gefühl, eins mit den Tieren und der Natur zu sein. Ich hatte eine unfassbar schöne Zeit und da die zwei Stunden wie im Flug verstrichen sind, meldete ich mich zwei Tage später noch einmal für einen Ausritt an. 😉

Während meines Urlaubs lernte ich außerdem viele Leute kennen. Besonders begeistert und fasziniert hat mich dabei wieder die Leichtigkeit, mit der sie durchs Leben gehen – etwas, das mir die letzten Monate ein wenig verlorengegangen zu sein scheint. Vielleicht geht es der/dem einen oder anderen ja im Moment ähnlich und ich konnte euch mit diesem kleinen Reisebericht ein wenig inspirieren. Manchmal ist eine Reise in ein anderes Land nämlich nicht gleichbedeutend mit dem bloßen Erkunden des entsprechenden Ortes. Manchmal steckt viel mehr dahinter. Traut euch und reist auch einfach mal alleine – es gibt sicher das eine oder andere Ziel, das für euch interessant ist. Neben all den neuen Eindrücken könnt ihr euch auf eine ehrliche Auseinandersetzung mit euch selbst freuen. Und glaubt mir: Die ist es auf jeden Fall wert.

#traveldiary part III: Thailand – zwischen Kulturschock und Faszination

Third Stop: Ko Samui

Nach einem üppigen Frühstück wurden wir abgeholt und mit dem Van zum Seatran Ferry Pier in der Region Surat Thani gefahren. Die Fahrt dorthin war eine absolute Katastrophe: Der Fahrer fuhr mit 180 km/h die völlig unüberschaubaren Straßen entlang und überholte, ohne einen ausreichenden Blick auf den Gegenverkehr zu haben. Währenddessen hoffte ich einfach nur, wir kommen unbeschadet an. Jegliche Anmerkungen unsererseits á la er möge doch bitte langsamer fahren, blieben unberücksichtigt. Hin und wieder kamen nur verärgerte Kommentare seinerseits zurück. Diese Situation blieb mir wirklich negativ im Gedächtnis – aber so kann es im Urlaub eben auch mal laufen: Nicht immer ist alles so positiv wie man es sich ausmalt.

Am Hafen angekommen mussten wir nicht lange warten, bis die nächste Fähre zum Nathon Pier ging. Es dauerte nur eineinhalb Stunden, bis wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. 🙂 Von dort aus nahmen wir uns ein Tuk-Tuk zu unserem Hotel, dem Samui Beach Residence Hotel. Die Taxifahrten sind auf Ko Samui wesentlich teurer als in Bangkok. Mit dem riesigen Backpacker-Rucksack auf dem Rücken war die Fahrt mit dem Tuk-Tuk zwar nicht die bequemste Art zu reisen, aber wahrscheinlich die authentischste. 😀 Als wir das Samui Beach Residence Hotel erreicht hatten, erfuhren wir, dass wir ein Upgrade bekommen hatten: Unser Zimmer befand sich im obersten Stock, war groß, sauber sowie gemütlich und wir hatten einen tollen Blick über das Zentrum. Auch die Inhaber, ein Franzose und eine Filipina, waren supernett und hilfsbereit. 🙂 Nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt befand sich der Chaweng Beach, an dem wir auch den einen oder anderen Tag verbrachten. Grundsätzlich hatten wir die ganze Woche mit dem Wetter Glück und konnten problemlos am Strand liegen. An unserem letzten Tag jedoch spazierten wir ein letztes Mal über den Strand und es fing plötzlich an, wie aus Eimern zu schütten. Wie gruselig das Ganze aussehen kann, könnt ihr auf diesem Bild sehen 😀 :

Die Insel selbst hat uns wirklich super gefallen: Es ist dort sicher mehr los als auf anderen thailändischen Inseln, aber das macht ja nichts. Wir werden sicher nicht das letzte Mal in Thailand gewesen sein. 🙂 Auf Ko Samui machten wir selbstverständlich auch noch die eine oder andere Sightseeing Tour: So muss man unbedingt dem Big Buddha einen Besuch abstatten.

Auch Hin Yai und Hin Ta (Grandmother und Grandfather Rock) standen auf unserem Programm. Nicht nur die Felsformationen waren, sagen wir mal: interessant 😀 , sondern auch die Umgebung war richtig schön.

Mit am besten hat mir der Lad Koh Viewpoint gefallen. Von dort aus hatte man einen atemberaubenden Blick auf das Meer, das mit dem Horizont zu verschmelzen schien. Gerne hätte ich mich noch viel länger dort aufgehalten…

Eine Arbeitskollegin empfahl uns zudem, dem Silver Beach einen Besuch abzustatten. Sie verglich den Strand mit denen auf den Seychellen – spätestens da war uns klar: Wir müssen dahin! Und tatsächlich hat sie uns nicht zu viel versprochen. Mit dem Tuk-Tuk kommt man bequem innerhalb von etwa 10 Minuten von Chaweng zu besagtem Strand. Dieser besticht durch feinen Sand und kristallklares Wasser. 🙂 Einige Male konnten wir auch viele bunte Fische sehen, die sich unter Wasser tummelten. Für uns war der Silver Beach definitiv unser Traumstrand in unserem Thailand Urlaub. Das Restaurant des direkt am Strand gelegenen Silver Beach Resorts ist übrigens auch sehr zu empfehlen: Dort kann man für wenig Geld für eine leckere Stärkung sorgen.

An einem Abend boten uns die Inhaber des Hotels an, mit nach Fisherman’s Village, dem ältesten Fischerdorf der Insel direkt am Bophut Beach, zu fahren. Dort findet jeden Freitag ab 18 Uhr ein wunderschöner Nachtmarkt statt – der mit Abstand schönste, den wir in unserer Thailand-Zeit gesehen haben. Es gibt zahlreiche Stände mit wunderschönem Schmuck, Kleidung und Accessoires. Außerdem kann man sich auf die Vielfalt an Restaurants und Essensständen freuen: Da waren wirklich zahlreiche Leckereien dabei. 🙂 Als wir nach einiger Zeit an den Strand gelangten, genossen wir erst einmal für einige Zeit die Atmosphäre dort. Das Rauschen des Meeres zusammen mit der tollen Beleuchtung machten den Ort zu etwas ganz Besonderem.

Auch wenn die Reise manchmal etwas anstrengend war, haben wir es zu keinem Zeitpunkt bereut, nach Thailand geflogen zu sein. Uns erwarteten gastfreundliche Menschen, gutes Essen, jede Menge Abenteuer, aber auch eine erholsame Zeit am Meer – ein durchaus abwechslungsreicher Urlaub also. Dazu muss ich allerdings erwähnen, dass wir nur etwas mehr als zweieinhalb Wochen unterwegs waren und somit auch ein relativ durchgetaktetes Programm hatten. Für Thailand sollte man dann doch besser mindestens drei bis vier Wochen einplanen, sofern man verschiedene Stationen abklappern möchte. 🙂 Dass in Thailand gerade Regenzeit war, störte uns übrigens nur im Khao Sok Nationalpark: Aufgrund der ununterbrochenen Schauer konnten wir unser Programm leider nicht so durchziehen wie wir wollten. An allen anderen Orten regnete es jedoch nahezu gar nicht. Wenn, dann schüttete es nur kurz wie aus Kübeln – es hörte allerdings so schnell wieder auf wie es angefangen hatte. Für uns ist klar: Das war definitiv nicht unser letztes Mal in Thailand! Es gibt einfach so wahnsinnig viel dort zu sehen, dass wir noch lange nicht fertig sind. 🙂

Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser dreiteiligen Reisereportage ein wenig inspirieren. Falls ihr weitere Tipps für Thailand oder eventuell noch Fragen an mich habt, könnt ihr dafür gerne die Kommentarfunktion nutzen.

Und vergesst nicht: The real voyage of discovery consists not in seeking new landscapes, but in having new eyes. – Marcel Proust

#traveldiary part II: Thailand – zwischen Kulturschock und Faszination

Second stop: Khao Sok Nationalpark

Nach elf Stunden kamen wir also in Surat Thani an und wurden wenig später mit dem Bus zum Paradise Resort im Khao Sok Nationalpark befördert. Dieses liegt wirklich mitten im Dschungel, ist allerdings superschön angelegt. Man kann dort in Baumhäusern oder Bungalows nächtigen. Wir haben uns für einen Bungalow entschieden.

Es ist wirklich unglaublich, wie laut es im Dschungel ist. Vor allem nachts hört man Grillen, Frösche und sämtliche andere Tierlaute, die wir nicht genau zuordnen konnten. Ich habe bisher in meinem Leben aber wahrscheinlich Weniges gehört, was so entspannend auf mich gewirkt hat. Das Resort war wirklich sehr gut. Wir hatten alles, was wir benötigten, und das Personal war immer hilfsbereit und freundlich. 🙂 Sehr zu empfehlen ist auch das Restaurant dort: Es gibt zahlreiche verschiedene Gerichte und es hat uns immer gut geschmeckt.
Ein kleiner Tipp am Rande: Alle unsere Ausflüge im Khao Sok haben wir über das Paradise Resort gebucht und ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. 🙂

Ein besonderes Highlight dort war für uns die Begegnung mit Elefanten. Generell muss man natürlich sagen, dass man in Thailand ein wenig aufpassen muss, wo man hingeht. In der Nähe von Bangkok und auf Ko Samui fiel uns die schlechte Haltung extrem auf. Bei der im Nationalpark gelegenen Elefantenstation, bei der wir waren, durften sich die Elefanten jedoch frei bewegen (es gab keine Zäune oder sonstige Begrenzungen beziehungsweise jegliche Anzeichen von Gewalt). Im Endeffekt muss es jeder selbst mit sich ausmachen – wir hatten dort ein gutes Gefühl, was die Tiere betrifft. Anderswo hatten wir das definitiv nicht. Für uns war es bereits ein absolut außergewöhnliches Bild, die Elefanten durch das grüne Gras wandern zu sehen. Auch das Erlebnis, mit einem Elefanten im Flussbett zu baden, ihn zu waschen und im Anschluss zu füttern, war für uns einfach einzigartig. Anfangs hatte ich echt eine gehörige Portion Respekt: Klein sind die Tiere ja definitiv nicht. 😀 Für mich war die Begegnung etwas ganz Besonderes, das ich sicher für immer in Erinnerung behalten werde.

Nun aber zu unserem wohl größten Abenteuer in Thailand: Der zweitägigen Lake Tour auf dem See Ratchaprapha im Nationalpark. Wir haben diesen Ausflug bereits im Vorfeld gebucht und wurden am Paradise Resort erst einmal abgeholt, um an den Hafen gebracht zu werden. Wir waren schon relativ aufgeregt, weil uns eine Nacht in einer auf dem See schwimmenden Bambushütte erwartete. Dort würden wir nichts außer eine Matratze und ein Fliegennetz haben. Um Himmels Willen. 😀 Zusammen mit einer Gruppe von Amerikanern, Franzosen und Holländern stiegen wir dann mit dem Reiseführer in ein klassisches thailändisches Longtail-Boot, das hinten mit einem Motor betrieben wird. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, was uns bevorstand…

Eineinhalb Stunden Bootfahren waren nun angesagt. Die ersten 15-20 Minuten sah das Wetter noch gut aus. Was dann kam, habe ich aber noch nie erlebt. Wie aus dem Nichts schüttete es wie aus Eimern und uns kam ein Wind entgegen, der es mir schwer machte, überhaupt zu atmen. An einigen Stellen musste der Motor abgeschaltet werden oder wir fuhren im Kreis, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Ich würde lügen, würde ich behaupten, keine Angst gehabt zu haben. Die Gruppe hinter uns kehrte wieder um, wir aber fuhren schnurstracks Richtung Bambushütten. Da half nur noch eine gehörige Portion Vertrauen, in die Erfahrung und das Einschätzungsvermögen des Reiseführers sowie an irgendeine höhere Macht, die hoffentlich wollte, dass wir gut ankommen. 😀 Und tatsächlich: Wir erreichten unser Ziel und blickten direkt bei unserer Ankunft in viele Gesichter, die uns schon zu erwarten schienen. Ein Teil der „Häuserkette“ war bereits etwas aus der Linie geraten, der Wind hatte wohl tatsächlich Schaden angerichtet. Von oben bis unten nass (Wechselklamotten hatten wir natürlich so gut wie keine dabei) sprangen wir erst einmal in den smaragdgrünen See. Dieser fühlte sich an wie ein beheizter Swimmingpool. Hinterher war uns zumindest nicht mehr kalt. 😀

Leider verlief der Trip etwas anders als geplant, weil es die kompletten zwei Tage durchschüttete. In der Regenzeit kann dies durchaus passieren. Dementsprechend konnten wir nicht die geplanten Höhlentouren unternehmen oder auf Entdeckungstour gehen und vielleicht den ein oder anderen Blick auf Wildtiere erhaschen. Grundsätzlich würde ich den Ausflug daher wirklich nur in der Trockenzeit empfehlen. Zu groß ist die Gefahr, dass man mit dem Wetter Pech hat. Trotzdem kann ich nicht behaupten, dass der Trip es nicht wert war. Wir waren mit einer tollen Truppe dort, haben uns alle gut verstanden und einander kennengelernt. Ein gemütliches Beisammensein auf einem schwimmenden Restaurant hat doch auch etwas, oder? 😉 Zudem war es ein tolles Gefühl, mitten in einem Dschungel zu schlafen, in dem es noch freilebende Tiger, Elefanten und zahlreiche weitere Tiere gibt.
Übrigens: An diesem Ort haben wir mit Abstand am besten Thai gegessen. Vor allem das Curry und ein phänomenaler, frischer Fisch waren echt der Wahnsinn!

Auf dem Rückweg machten wir dann doch noch einen Stop bei einer Höhle, der Pra Kay Patch Cave. Dort kann man mit dem Boot anlegen und gelangt nur über einen Steinweg und eine Treppe zum Eingang der Höhle: Sie läuft also auch bei Regen nicht Gefahr, durchflutet zu werden. Vom Inneren der Höhle habe ich keine Fotos, dort war ich zu beschäftigt mit mir selbst. 😀 Fledermäuse, Schlangen und handflächengroße Spinnen gab es dort in Massen, wobei ich glücklicherweise nur ersteres gesehen habe. Als ich die Schreie von irgendwelchen Besuchern a la „Oh Gott, eine Spinne/Schlange!“ gehört habe, habe ich dann allerdings doch wieder kehrt gemacht. Das war dann irgendwie zu viel des Guten. 😀 Ich bin allerdings schon stolz auf mich, trotz meiner Spinnenphobie überhaupt hineingegangen zu sein. Außerdem hatte die Umgebung rund um die Höhle ebenso seinen Reiz…:

Wieder im Paradise Resort angekommen, ließen wir die letzte Nacht dort ausklingen. Wir haben uns mit einem Teil der Truppe vom Lake Trip verabredet und saßen gemütlich beisammen, ehe es am nächsten Tag mit dem Schiff nach Ko Samui ging.

All unsere Erlebnisse auf Ko Samui habe ich in meinem traveldiary Part 3 zusammengefasst. Bald schon kommt der letzte Teil dieser Reihe online – seid also gespannt! 🙂

Alles Gute,

#traveldiary part I: Thailand – zwischen Kulturschock und Faszination

Lange habe ich mir mit diesem Blogbeitrag Zeit gelassen – jetzt kommt er endlich online. 🙂 Dadurch, dass wir all unsere Stopps mit Fotos dokumentiert haben und ich mir zahlreiche Notizen gemacht habe, kann ich euch auch jetzt noch von allen Highlights berichten. Da mein travel diary viel zu lang wurde, habe ich mich dazu entschieden, eine dreiteilige Reisereportage zu machen – und zwar entsprechend unseren Stopps: Bangkok, Khao Sok und Ko Samui. Nun aber von vorn…

Am 17. Mai ging es für uns los: Wir haben uns für Flüge mit Etihad Airways entschieden, weil diese zum einen sehr günstig waren und wir zum anderen nur Gutes über die Airline gehört hatten. Unser Weg führte zunächst einmal von Düsseldorf nach Abu Dhabi und von dort aus weiter nach Bangkok. Mich kostete der Flug etwas Überwindung, da ich mittlerweile (leider) nicht mehr ganz so begeisterte Flugpassagierin bin. Dank des guten Services und wirklich ruhigen Flugs von Düsseldorf nach Abu Dhabi war meine Panik allerdings schnell verflogen und ich fühlte mich über den Wolken wieder richtig wohl. Der zweite Teil unserer Reise war dann zwar etwas turbulenter, aber auch da gelang es mir, mich einigermaßen zu beruhigen. Etihad kann ich an dieser Stelle ausnahmslos weiterempfehlen: Das Essen war sehr lecker, die Crew wirklich nett und das Entertainment-Angebot groß. Ein weiterer Pluspunkt: Beim Hinflug war der Flug nicht einmal ansatzweise ausgebucht, sodass wir uns richtig ausbreiten konnten (beim Rückflug war das leider nicht mehr der Fall).

First stop: Bangkok

In Bangkok angekommen traf uns erst einmal der Schlag: Es war einfach sooo heiß – daran musste man sich definitiv erst einmal gewöhnen. Als wir unsere Koffer hatten, ging es mit dem Zug weiter zur Haltestation Phaya Thai. Dort angekommen, waren wir erst einmal ein wenig ratlos: Wie ging es nun zu unserem Hotel? Natürlich hatten wir uns den Weg dorthin schon vorher angeschaut und dokumentiert, aber als wir dann wirklich vor Ort waren, war das schon wieder eine ganz andere Sache. 😀 Der Straßenverkehr kam mir so vor als gäbe es keinerlei Logik dahinter. Die Thais kamen selbstverständlich problemlos damit zurecht – für meinen Freund und mich war es ein einziges Chaos. Umso besser, dass die Menschen in Thailand wahnsinnig hilfsbereit sind: Wahrscheinlich hat man uns unsere Hilflosigkeit schon angesehen, schließlich hat es nicht lange gedauert, bis wir angesprochen wurden. Ein freundlicher Thai hieß uns erst einmal willkommen und fragte uns, wohin wir denn möchten. Er empfahl uns statt eines Taxis den Bus: Dieser wäre ja weitaus günstiger und eine Haltestelle sei in unmittelbarer Nähe unseres Hotels. Im Endeffekt war dies wahrscheinlich eine Fehlentscheidung – schließlich sind Taxis in Thailand auch überhaupt nicht teuer – aber so können wir sagen, dass wir in Thailand auch einmal Bus gefahren sind. 😀

Das Hauptproblem war zum einen, dass es dort keine richtig ausgezeichneten Bushaltestellen gibt (ich habe zumindest kein richtiges System dahinter erkannt). Nachdem einige Busse, ohne uns zu beachten, an uns vorbeigefahren waren, stiegen wir nach einiger Zeit in den richtigen ein. Mit Hand und Fuß konnten wir einigermaßen erklären, was unser Ziel war. Nichtsdestotrotz mussten wir die Frau im Bus, welche die Fahrkarten verteilte, darum bitten, dass sie uns Bescheid gibt, wenn wir aussteigen müssen. Andernfalls wären wir wahrscheinlich nie im Leben angekommen. 😀 Während der Fahrt wurde mir bereits bewusst, dass das wirklich ein etwas anderer Urlaub werden würde: Es würde eine Zeit lang dauern, sich an den Straßenverkehr/die Fahrweise und die generellen Strukturen innerhalb der Gesellschaft zu gewöhnen. Aber es war spannend!

Endlich in Bangkok angekommen! Zuallererst wurden wir mit einer wahnsinnigen Hitze und für uns chaotisch scheinenden Verkehrssituation konfrontiert.
Endlich in Bangkok angekommen! Zuallererst wurden wir mit einer wahnsinnigen Hitze und für uns chaotisch scheinenden Verkehrssituation konfrontiert.

Auch als wir an der passenden Haltestelle waren, haben wir uns noch einige Male verirrt, bis wir – wieder durch die Hilfe einiger Thais – am Hotel angekommen sind. Dazu muss man aber sagen, dass das Hotel nur über zahlreiche kleine Gassen zu erreichen war, durch die man mit dem Auto gar nicht fahren konnte. Wir haben uns für das Admire Thonburi Hotel entschieden. Die Zimmer waren mit dem Wichtigsten ausgestattet, das enthaltene Frühstück war lecker und das Personal sehr freundlich: Von uns gibt’s also definitiv einen Daumen nach oben. 🙂

Drei Tage Bangkok standen nun auf dem Programm: Länger wäre es mir wahrscheinlich auch zu viel gewesen. Ich denke, dass man für die Stadt der Typ sein muss. Überall ist es recht laut, hektisch, die Gerüche an manchen Straßenecken sind (für uns Touristen) gewöhnungsbedürftig und sie gehört definitiv nicht zu den saubersten Städten, die ich je gesehen habe. Nichtsdestotrotz finde ich, dass Bangkok einen ganz eigenen Charme hat – mir gefällt es dort, auch wenn ich nicht allzu lange am Stück dort bleiben könnte.
Am ersten Tag wollten wir einfach einmal ein wenig die Stadt erkunden. Wir spazierten um die Häuserblocks, waren im Shoppingcenter Siam Paragon, unternahmen eine kleine Schifffahrt und suchten uns ein Restaurant direkt am Wasser, in dem wir unser erstes thailändisches Curry aßen. Hier ein kleiner Tipp am Rande: Wenn ihr nicht Feuer spucken möchtet, solltet ihr sagen, dass ihr es NICHT scharf möchtet. Glaubt mir: Es ist auch dann noch scharf genug! „Ein bisschen scharf“ kann schnell dazu führen, dass es für unsereins ungenießbar ist. 😀 Im Anschluss kamen wir noch an einem Nachtmarkt vorbei. Diese findet man in Bangkok an nahezu jeder Ecke: Wer möchte, kann dort das angebotene Essen ausprobieren und sich tolle Schnäppchen im Bereich Kleidung und Accessoires sichern.

Der Besuch eines Nachtmarkts darf in Bangkok auf keinen Fall fehlen.
Der Besuch eines Nachtmarkts darf in Bangkok auf keinen Fall fehlen.

Danach begaben wir uns schon auf den Weg zum Hotel. Aufgrund des langen Fluges waren wir wirklich müde und schließlich wartete am nächsten Tag wieder ein volles Programm auf uns. Ich glaube, wir waren schon um 21 Uhr im Bett und konnten problemlos bis 8 Uhr am nächsten Morgen durchschlafen: Danach fühlten wir uns wieder um Welten besser.

Am nächsten Tag fuhren wir teils mit dem Taxi, teils ganz Bangkok-like mit dem Tuk-Tuk zum Grand Palace, Wat Phra Kaeo und Wat Pho. Die Tempel wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. An jeder Ecke konnte man massig Fotos schießen: Es war einfach faszinierend, wie viel Liebe zum Detail in den einzelnen Bauten steckte. Der Eintritt ist für thailändische Verhältnisse relativ teuer, aber das Geld auf jeden Fall wert.

Auf einem Tuk-Tuk erwartete uns eine einzigartige Fahrt durch Bangkok. Ein kleiner Tipp: Innerhalb Bangkoks sollte man nicht mehr als 100 Baht pro Fahrt bezahlen. Handeln also nicht vergessen!
Auf einem Tuk-Tuk erwartete uns eine einzigartige Fahrt durch Bangkok. Ein kleiner Tipp: Innerhalb Bangkoks sollte man nicht mehr als 100 Baht pro Fahrt bezahlen. Handeln also nicht vergessen!
Die Tempel in Bangkok sind definitiv einen Besuch wert.
Die Tempel in Bangkok sind definitiv einen Besuch wert.

Nachdem wir alle Tempel besichtigt hatten, hatten wir einen Bärenhunger. Für gutes Essen wurde uns die Rambuttri Road empfohlen und das absolut zurecht! Die Atmosphäre dort ist absolut entspannt und ein tolles Restaurant reiht sich dort an das nächste. Dazwischen findet man zahlreiche Stände, an denen Schmuck, Tücher und andere Kleidungsartikel angeboten werden. Da es sich bei der Rambuttri Road eher um eine enge Gasse handelt, fahren dort auch so gut wie keine Autos oder Tuk-Tuks. Ein wenig Ruhe kann in Bangkok schließlich auch nicht schaden. 🙂 Ich kann auf der Rambuttri Road vor allem die Madame Musur Bar empfehlen. Ich hatte dort ein sehr leckeres Curry, marinierte Satay-Spieße (Hähnchenspieße) und den ein oder anderen Cocktail. Alles davon war superlecker und – wie fast überall in Bangkok – echt günstig. Außerdem empfehlen können wir das The Connection in der Nähe der Rambuttri Road (es liegt auf der Charkapong Road). Dort hatten wir Frühlingsrollen, Sushi und Nudeln mit einer leckeren Erdnusssoße.

Für den nächsten Tag stand uns ein kleiner Ausflug nach Ayutthaya, der alten Hauptstadt Thailands, bevor. Da leider alle Züge der zweiten Klasse bereits ausgebucht waren, fuhren wir hinwärts mit der dritten Klasse. Für uns war die Fahrt relativ anstrengend, weil die Abteile der dritten Klasse nicht klimatisiert sind. Bei etwa 35 Grad war es nicht ganz so spaßig – wer darauf allerdings nicht allzu großen Wert legt, bekommt die zweieinhalbstündige Fahrt für 40 Cent (!). In Ayutthaya angekommen, ging es für uns mit dem Tuk-Tuk zu den Tempelruinen. Dort bot sich uns ein atemberaubendes Bild von alten Statuen und Tempelanlagen. Den Ort umgibt eine nahezu mystische Atmosphäre, sodass Ayutthaya definitiv zu unseren Highlights in/Nähe Bangkok zählt. Leider hatte ich an dem Tag einen Sonnenstich abbekommen, sodass der Ausflug nicht ganz so angenehm war wie er hätte sein können. Dort sind Temperaturen bis zu 40 Grad möglich – vergesst also auf keinen Fall, ausreichend zu trinken und euch hin und wieder in den Schatten zu setzen. Leider unterschätzt man das ziemlich schnell.

Zurück fuhren wir dann mit einem Zug der zweiten Klasse, der wesentlich schneller war und uns eine angenehme Fahrt verschaffte. Zuhause angekommen begaben wir uns nach einer kleinen Stärkung auf die Khao San Road, der Ort für alle Touristen – insbesondere Backpacker – schlechthin. Man sagt: Wer das echte Bangkok kennenlernen möchte, sollte nicht auf die Khao San Road gehen. Dem ist mit Sicherheit so, allerdings habe ich mich auch dort richtig wohl gefühlt. Die Khao San Road wartet mit einem abwechslungsreichen Nachtleben auf und ist das Shoppingparadies für Touristen schlechthin. Ich weiß gar nicht, wie viele Tücher (mit Elefanten) und Jutebeutel ich dort gekauft habe. 😀

Besonders gefallen hat mir allerdings ein Stand mit handgefertigtem Schmuck und Lederaccessoires. Auf Nachfrage durfte ich auch Bilder machen, die ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte. Für mich passte der junge Mann, der die Accessoires zusammen mit seinem Bruder herstellt, einfach perfekt zur Khao San Road. Manchmal faszinieren einen Menschen und Dinge oder aber auch die Kombination aus beidem in weit entfernten Ländern. Für mich war das einer dieser Momente, den ich gerade deshalb mit der Kamera festhalten musste.

An diesem Stand habe ich einen wunderschönen Ring gekauft. Wie toll sind diese Sachen bitte? :)
An diesem Stand habe ich einen wunderschönen Ring gekauft. Wie toll sind diese Sachen bitte? 🙂

Nach einem gelungenen letzten Tag in Bangkok hieß es für uns am nächsten Morgen: Abschied nehmen. Es dauerte nicht lange und schon begann das nächste Abenteuer: Wir fahren mit dem Nachtzug elf Stunden lang nach Surat Thani! Von dort soll es dann mit dem Bus weiter gehen – und zwar direkt in den Dschungel. Mit dem Nachtzug zu fahren ist definitiv ein Erlebnis. Auch jetzt kann ich noch nicht ganz einordnen, ob ich es gut oder schlecht fand. Aber vielleicht braucht es auch gar keine Wertung. Alles, was ich weiß, ist, dass es eine Erfahrung war, die ich nicht mehr missen möchte. Zuerst sitzt man auf bequemen Sitzen mit einem Tisch in der Mitte im Zug. Kurz darauf kommt dann schon Personal, das Essensbestellungen für den Abend und nächsten Morgen entgegennimmt. Zwar haben wir während unseres Thailand Aufenthalts sicher schon besser gegessen, aber die Menüs waren durchaus in Ordnung. Ich nutzte ein wenig die Zeit und schrieb ein paar Postkarten nach dem Essen (diese kamen übrigens erst Wochen nach unserer Rückkehr zu Hause an :D).

Immer wieder kommt zu späterer Stunde jemand vom Zugpersonal vorbei und fragt, ob man bereits schlafen möchte. Falls ja, werden die Sitze auseinandergeklappt und zum Bett umfunktioniert. Jeder bekommt einen frischen Bezug, ein Kopfkissen und eine Decke. Ich entschied mich dazu, unten zu schlafen, mein Freund musste sich oben hineinquetschen (dort ist es etwas enger und wegen des Lichts an der Decke auch deutlich heller). Ich konnte die ganze Fahrt über eher nicht schlafen: Für mich war es einfach zu laut und ruckelig. Es soll aber auch Leute geben, die dort wie ein Baby schlafen können. Ist wohl alles Typsache…. 🙂

Im nächsten Blogbeitrag meiner dreiteiligen Reisereportage erfahrt ihr, welche Abenteuer wir im Nationalpark Khao Sok erlebt haben – schaut also gerne bald wieder vorbei!