Der zweite Anlauf: Mein Weg zu geraden Zähnen

Hallo Leute! 🙂

Nach einer etwas längeren Pause melde ich mich heute wieder zurück. Unser Thailand Urlaub ist leider schon wieder vorbei und der Alltag ruft. Selbstverständlich wird zu unserer Reise auch noch ein Blogartikel folgen – hierfür brauche ich aber noch ein wenig Zeit (allein die Auswahl der Bilder wird einige Stunden in Anspruch nehmen). Dementsprechend möchte ich heute ein völlig anderes Thema ansprechen: Zu diesem gibt es zwar mindestens genauso viel zu sagen, allerdings bin ich dabei nicht auf sonderlich umfangreiches fotografisches Material angewiesen. 😀

Wer mir auf Instagram folgt, weiß, dass ich schon länger mit dem Gedanken spiele, wieder eine Zahnspange zu tragen. Und ja, ihr habt richtig gelesen: wieder! Im Jugendalter waren meine Zähne eine einzige Katastrophe: Insgesamt fünfeinhalb Jahre quälte ich mich durch die langwierige und nicht ganz schmerzfreie kieferorthopädische Behandlung. Das Hauptproblem damals war bereits die Engstellung meiner Zähne: Diese waren einfach zu groß für meinen Kiefer und sind es selbstverständlich immer noch. Gerade deshalb hätte ich mir damals nach erfolgreichem Abschluss der Behandlung schon denken können, dass schöne, gerade Zähne für mich kein Dauerzustand sein werden – zumindest dann nicht, wenn ich nichts dafür tue. Aber wie das immer so ist: Als Jugendliche dachte ich nicht so weit. Ich war einfach nur froh, meine Spange loszuwerden. Anfangs trug ich die Nachtspange noch relativ regelmäßig, aber mit der Zeit wurde es immer weniger. Spätestens als dann meine Lippenpiercing-Phase kam (herrje, das waren Zeiten…), war die Spange abgehakt: War ja schließlich viel zu lästig und schmerzhaft, dass sich das Endstück des Piercings ständig im Draht verhedderte. Es kam wie es kommen musste und die Nachtspange passte nicht mehr. Doch auch das bereitete mir damals keine Sorgen. 😀 Beim Blick in den Spiegel sah alles noch relativ „normal“ aus.

So zogen also die Jahre ins Land und ich habe keinen einzigen Gedanken mehr an meine Zahnfehlstellung verschwendet. Während meine Mutter mich mittlerweile schon seit zwei Jahren darauf aufmerksam macht, wie stark sich meine Zähne verschoben hätten, kam die Erkenntnis bei mir erst einige Zeit später. Dass sie nicht mehr so schön gerade waren, wusste ich – doch als ich mich Anfang diesen Jahres selbst auf einem Video gesehen habe, war ich für einen kurzen Moment leicht geschockt. Ja, sie sind schief und das nicht nur ein bisschen. Von einigen Seiten kam bereits der Einwand, dass ihnen meine schiefen Zähne niemals aufgefallen wären, aber glaubt mir: Sie sind es. 😀 Ich werde sicher noch Fotos von meiner Ausgangslage posten, im Moment fühle ich mich aber noch nicht wirklich bereit dazu – irgendwie ist es mir unangenehm, meine Zähne öffentlich zu präsentieren (für einen Vorher-Nachher-Vergleich wäre es aber natürlich durchaus sinnvoll). Nach dieser Erkenntnis fiel mir auf, dass ich unterbewusst schon länger ein Problem mit meinen Zähnen zu haben schien: Fotos von mir mit einem Lächeln mochte ich nur, wenn sie von mir aus gesehen von links geschossen wurden. Nie habe ich mir Gedanken darüber gemacht, aber ich bin mittlerweile der festen Überzeugung, dass dies auch an meinen Zähnen lag: Rechts sind sie nämlich schiefer als links.

Wie auch immer, eines steht fest: Zähne tragen zum Gesamteindruck eine Menge bei. Ich persönlich habe mich immer unwohler damit gefühlt und mich letztendlich dazu entschlossen, etwas dagegen zu tun. Jeder mag eine andere Meinung dazu haben, aber für mich war es wichtig, dass ich mich wohlfühle.

Also begann ich damit, ausgiebig zu recherchieren. Grundsätzlich habe ich von drei verschiedenen Methoden gelesen, die in Frage kämen: Die üblichen (sichtbaren) Brackets, die ich auch schon als Jugendliche hatte, die Inkognito-Spange (Brackets werden auf die Hinterseite der Zähne geklebt) und Invisalign. Für mich war klar: Ich möchte keine Spange, die man direkt sieht. Mit knapp 24 Jahren möchte ich einfach eine möglichst unauffällige Variante (auch das ist natürlich rein subjektives Empfinden). Dementsprechend kamen also nur Invisalign und die Inkognito-Spange in Betracht. Da letztere aber nochmal deutlich teurer ist und mir die Methode rein gefühlsmäßig nicht zusagt, war ich eigentlich von Anfang an auf Invisalign fokussiert. Bei dieser Methode werden durchsichtige Schienen eingesetzt. Je nach Fehlstellung wird dabei eine unterschiedliche Anzahl an Schienen gefertigt. Diese werden nummeriert und ihr hangelt euch sozusagen von Schiene zu Schiene bis ihr das perfekte Ergebnis erhaltet. Der Wechsel auf die nächste Schiene findet etwa alle ein bis zwei Wochen statt.

Mit diesem Vorwissen vereinbarte ich also Termine bei verschiedenen Kieferorthopäden. Ich würde euch dabei auch wirklich empfehlen, mehrere Meinungen einzuholen. Zum einen variieren die Preise bisweilen stark, zum anderen werden euch unterschiedliche Behandlungsmethoden vorgeschlagen. Mein erstes Beratungsgespräch holte mich ziemlich schnell auf den Boden der Tatsachen zurück: Der Kieferorthopäde empfand Invisalign als keine geeignete Behandlungsmethode für mich. Die einzige Möglichkeit wäre das Ziehen von vier Zähnen und die anschließende Behandlung mit Brackets. Dabei hatte ich jedoch kein gutes Gefühl: Gesunde Zähne ziehen lassen fühlte sich für mich einfach nicht richtig an. Sollte das wirklich die einzige Methode für mich sein, hätte ich wahrscheinlich auf eine kieferorthopädische Behandlung vollends verzichtet. Umso wichtiger war es für mich, eine weitere Meinung einzuholen. Auf Empfehlung der lieben Jenny von fashioncircuz.com hin wurde ich auf eine brandneue Praxis in Köln aufmerksam. Frau und Herr Dr. Schumacher machten einen sympathischen Eindruck und die guten Bewertungen im Internet sprachen ebenso für sich. Beim Besuch der Website von cologne smiles war ich ebenso positiv überrascht: Die Homepage ist übersichtlich aufgebaut, hat ein ansprechendes Design und trifft vor allem den Nerv der Zeit! Wie praktisch ist es denn bitte, seinen Beratungstermin einfach per Klick online zu buchen?

Also nichts wie hin da! Wenig später hatte ich mein Beratungsgespräch mit Herrn Dr. Schumacher. Beim Betreten der Praxis war ich schon von der tollen, modernen Einrichtung und den Hightech-Geräten begeistert. Auch der Wartebereich ist absolut gemütlich: Wer möchte, kann die Wartezeit mit Zeitschriften überbrücken oder aber mit einem der Tablets im Internet surfen. Wer seine Tasche nicht überall mit hinschleppen möchte, kann diese außerdem in ein Schließfach geben. Nichts dergleichen habe ich bisher in einem Wartezimmer gesehen: Meiner Meinung nach tolle Ideen, die der Praxis einen ganz eigenen Charme verleihen.
Wichtiger als die Umgebung ist aber natürlich der Umgang mit dem Kunden. Ich habe mich bei cologne smiles direkt wohlgefühlt: Alle waren freundlich und haben sich klasse um einen gekümmert. Beim Beratungsgespräch hat sich Herr Dr. Schumacher viel Zeit genommen und mir alles ausführlich erklärt. Dabei wurden alle in Frage kommenden Behandlungsmethoden besprochen und auch alle anfallenden Kosten dargelegt (etwas, worauf ihr übrigens immer achten solltet). Im Anschluss wurden noch Bilder von mir und meinen Zähnen gemacht, um hinterher genau besprechen zu können, was gemacht werden muss (Die Fotos habe ich nach meinem Termin übrigens auch per Mail zugeschickt bekommen. Ein toller Service!). Und siehe da: Invisalign kam für mich in Frage! Zwar muss ich damit rechnen, für den Rest meines Lebens nachts eine Spange tragen zu müssen, aber das ist es mir wert. 🙂

Für mich stand also fest: Dort lasse ich die Behandlung durchführen. Kurz darauf wurden die Abdrücke gemacht und irgendeine Laser-Prozedur (fragt mich nicht nach Genauerem :D) stand mir bevor. Danach dauerte es drei Wochen, bis die Schienen fertig waren (diese werden in den USA produziert). Ehe mir die Schienen eingesetzt wurden, wurden insgesamt sieben Attachements angebracht, welche die Bewegung der Zähne begünstigen sollen.

Ich habe für den Anfang nun die ersten fünf Schienen bekommen, die ich wöchentlich wechsle. Dazu bekommt jeder Invisalign Patient ein kleines Starterpaket bestehend aus zwei Aufbewahrungsdosen und einer ausführlichen Anleitung rund um den Umgang mit den Invisalign Schienen.

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Invisalign Starterkit

Da ich nun erst seit zwei Tagen meine erste Schiene von insgesamt 44 trage, kann ich noch nicht allzu viel dazu sagen. Ich wollte hier auf meinem Blog jedoch ein gelegentliches Update posten. 🙂 Bis jetzt fühlt sich alles in Ordnung an und ich denke zumindest, dass ich dadurch keine größeren Sprachprobleme habe. Klar, mit ein wenig Schmerzen ist das Ganze natürlich schon verbunden, aber bis jetzt ist es wirklich aushaltbar. Das Einzige, was sich etwas unangenehm anfühlt: Dadurch, dass meine Zunge beim Sprechen ständig in Kontakt mit den Schienen kommt, ist sie etwas wund.

Alles in allem muss ich aber sagen: Ich bin wirklich froh, diesen Schritt gemacht zu haben und kann es gar nicht abwarten, bis meine Zähne wieder schön gerade sind. Solltet ihr auch über eine kieferorthopädische Behandlung nachdenken, kann ich euch nur dazu raten. Auch im Erwachsenenalter ist es noch nicht zu spät und ihr habt einfach so viele Jahre etwas davon. Das A und O ist allerdings eine gründliche Recherche und das Einholen mehrerer Meinungen. 🙂 Solltet ihr noch weitere Fragen haben, beantworte ich diese gerne nach bestem Wissen und Gewissen in den Kommentaren.

Habt alle einen schönen Mittwoch!

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