Snowy Berlin: Kuschelig-warm mit Vater Natur Knit!

Diese Woche war es nach langer Zeit wieder einmal so weit: Es ging nach Berlin! Die Stadt verbinde ich mit zahlreichen Umstrukturierungen in meinem Leben. Während vor gut drei Jahren mit einem Besuch in der Hauptstadt ein neues Kapitel in meinem Leben eingeleitet wurde, geht eben dieses gerade zu Ende. Trotzdem muss ich sagen: Die Trauer überwiegt dabei nicht, wenngleich sie natürlich da ist. Ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass alles im Leben seinen Grund hat und freue mich nun auf einen Neuanfang. Ehe ich jetzt abschweife (vielleicht mache ich zu der Thematik einen separaten Blogbeitrag, das muss ich mir allerdings noch überlegen), muss ich vielmehr festhalten, dass ich ein paar wundervolle Tage in Berlin hatte! Dabei habe ich zum einen meinen langersehnten Tattootermin wahrgenommen und eine Freundin aus der Heimat besucht. Es war wirklich toll, wieder einmal rauszukommen und andere Gesichter beziehungsweise eine andere Gegend zu sehen. Geht es euch auch manchmal so? 🙂

Da ich das ganze Sightseeing Programm in Berlin schon hinter mir habe, haben meine Freundin und ich die gemeinsame Zeit vorrangig mit Reden verbracht. Ich hatte das Gefühl, dass uns beiden das ganz gut tat – manchmal muss man ja auch einfach nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzen. Abgesehen von meinem Tattootermin machten wir also nur die Hackeschen Höfe unsicher – ein wahres Shoppingparadies sag‘ ich euch. 😀 Da es in Berlin wirklich schweinekalt war (Schneesturm inklusive), musste ich mich natürlich auch kleidungstechnisch auf die Zeit dort einstellen. Während ich bei meinem kompletten Look – wie so häufig – auf Schwarz setzte, habe ich mit meiner neuen Mütze von Vater Natur Knit einen kleinen Farbakzent gesetzt. Mir gefällt die Farbe supergut und die Mütze hält wirklich warm: Bei dem eisigen Wind und den Temperaturen in Berlin konnte ich sie ja auch gut auf die Probe stellen! 🙂 Die Mützen werden in Handarbeit gefertigt und individuell auf die Trägerin/den Träger angepasst: So musste ich zuvor meinen Kopfumfang angeben. Was mir außerdem gut gefällt, ist der leichte Oversized-Look (sofern man bei Mützen davon sprechen kann 😀 ). Auf dem Kopf wirken sie einfach total süß und niedlich, finde ich. Außerdem könnt ihr bei den Mützen zwischen zahlreichen verschiedenen Farben wählen. Wenn sie euch gefallen, könnt ihr ja bei dem Etsy-Shop von Vater Natur Knit vorbeischauen, der regelmäßig aufgefüllt wird.

Oversized-Schal, Mütze und Handschuhe dürfen bei dem aktuellen Wetter wirklich nicht fehlen oder was meint ihr? 😉

Liebe Grüße,

Dr. Martens – casual, edgy or even cute?

Wie oft habe ich über Dr. Martens schon Folgendes gehört: „Die sehen aus wie Clown-Schuhe… geht gar nicht!“ oder „Die kann man ja zu so gut wie gar nichts kombinieren…“? Ich sage: Stimmt überhaupt nicht. 🙂 Ich liebe meine Dr. Martens Boots und finde, dass sie so vielseitig sind wie nur wenige Schuhe, die sich ansonsten in meinem Schuhschrank befinden. Klar, sie sind auffällig – manche würden es vielleicht auch als klobig bezeichnen – aber ich persönlich finde, dass sie jedem Look etwas ganz Eigenes und Besonderes verleihen, sodass ich sie wirklich nicht mehr missen möchte. Davon abgesehen liebe ich sie allein schon deshalb, weil sie sowas von bequem sind und meine Füße im Winter schön warm und trocken halten. Während sich viele vor allem in der Anfangszeit darüber beschweren, dass sie Blasen und wunde Stellen an den Füßen verursachen, kann ich wirklich nur Gegenteiliges sagen: Von Anfang an haben sie mir keine Probleme bereitet und mich zuverlässig von A nach B getragen.

Nun aber dazu, wie ich meine Stiefel von Dr. Martens am liebsten kombiniere. Wer mich kennt, weiß, dass ich gerne ganz viele verschiedene Stile ausprobiere. Ich möchte mich einfach nicht festlegen und mich immer wieder neu erfinden. Umso besser, dass sich die Docs so vielseitig kombinieren lassen!
Oft muss es bei mir einfach schnell gehen: Mal eben kurz aus dem Haus, weil wieder was beim Einkauf vergessen wurde? Keine Seltenheit bei mir. 😀 Da ich auf dem Weg zum Supermarkt keine Modenschau abliefern möchte, muss ein bequemer Pulli und eine Jeans her. Dann werfe ich nur noch meinen Mantel über und fertig ist mein Casual Look. 🙂 Um die Farbe meiner Dr. Martens aufzugreifen, habe ich für die Fotos noch ein khakifarbenes Hemd unter meinen Pullover gezogen – eine Kombi, die ich vor allem im Herbst und Winter sehr gerne mag. 🙂

Doch auch zu süßen, mädchenhaften Looks lassen sich die Stiefel perfekt kombinieren. Ich habe mich für ein Blumenkleid mit Strumpfhose entschieden. Für den Sommer könnt ihr die Boots natürlich auch ohne Strumpfhose tragen. Auf diese Weise wird das brave, süße Outfit ein wenig durchbrochen, was mir klasse gefällt. 🙂

Meine Lieblingskombination ist aber wieder einmal ein rockiges, edgy Outfit. In diesem finde ich mich persönlich am besten wieder und fühle mich rundum wohl. Der knielange Rock, mein Guns’n’Roses Shirt und meine geliebten Docs machen den Look einfach zu einem echten Hingucker. Passend dazu habe ich den MAC Stone aufgetragen, der zwar alles andere als eine Alltagsfarbe ist, zu solchen Looks aber das perfekte i-Tüpfelchen ist.

Was sagt ihr? Gehen Docs gar nicht oder liebt ihr sie so sehr wie ich? Falls ja, wie kombiniert ihr sie am liebsten? Ich lasse mich auch gerne von euren Ideen inspirieren.

Alles Liebe,

Sweater weather – let’s get cozy

Während uns der Herbst die letzten Tage noch mit schönen, sonnigen Stunden erfreut hat, wird es langsam so richtig ungemütlich und kalt. Gerade dann liebe ich es, eine simple Jeans zu einem kuscheligen Sweatshirt zu kombinieren. Lange schon bin ich um den Calvin Klein Sweater herumgegeistert, weil ich ihn einfach wahnsinnig gemütlich finde und er aufgrund seiner schlichten Optik zu allem passt. Immer wieder war er ausverkauft, bis ich vor Kurzem im Sweatshirt-Bereich von about you fündig wurde. Und siehe da: Es gab ihn auch noch in meiner bevorzugten Farbe, in Grau. ❤

Ich habe mich für die Größe S entschieden und bei mir sitzt er genau so, wie ich es mir vorgestellt habe: Nicht zu eng und nicht zu locker. Der leichte Oversized-Schnitt lässt jeden Look direkt lässig wirken – mich erinnert der Sweater immer ein wenig an den Skaterlook, den ich zu früherer Zeit ganz toll fand. 😀 Passend dazu habe ich die klassischen, schwarz-weißen Vans Sk8-Hi und Wollsocken angezogen. Auch meine carhartt Beanie sollte das lässig-legere Outfit stimmig unterstreichen.

Um auch bei kälteren Temperaturen schön warm zu bleiben, habe ich außerdem meine Daunenjacke von Converse dazu kombiniert: Ich liebe sie sowohl zu Casual als auch schickeren Looks – besonders praktisch sind die extralangen Arme, die dafür sorgen, dass auch die Hände schön warm bleiben. Und da die Finger trotzdem frei sind, lässt es sich unterwegs auch problemlos auf dem Smartphone tippen. 😉

In puncto Accessoires bleibe ich, wie nahezu immer, bei meiner geliebten Daniel Wellington Uhr, deren Lederarmband ich erst vor Kurzem von Braun zu Schwarz geändert habe. Innerhalb von ein paar Minuten ist das Armband gewechselt, sodass man seine Uhr immer an den aktuellen Look anpassen kann. 🙂 Außerdem habe ich passend dazu meinen silbernen Armreif (ebenfalls von Daniel Wellington) umgelegt – eine schlichte, aber durchaus edle Kombi, die perfekt für den Alltag geeignet ist. Die süße, aus einem Lederband geformte Schleife um meinen Hals verleiht dem Look eine weibliche Note und setzt somit einen schönen Kontrast zu dem Boyfriend ähnlichen Outfit. Mit meiner Liebeskind Tasche, die nun schon seit vielen Jahren meine treue Begleiterin ist, bin ich dann endlich ready to go – egal, ob zur Uni oder in die Arbeit.

Mein Look im Überblick:

  • Sweatshirt: Calvin Klein (hier)
  • Jacke: Converse (hier)
  • Jeans: asos (alt, ähnliche hier)
  • Wollsocken: Calzedonia
  • Beanie: carhartt (hier)
  • Schuhe: Vans Sk8-Hi (hier)
  • Halskette: amazon (hier)
  • Uhr und Armreif: Daniel Wellington (hier und hier)
  • Tasche: Liebeskind (alt, ähnliche hier)

Wie haltet ihr euch im Winter schön warm? 🙂

Alles Gute,

#traveldiary part III: Thailand – zwischen Kulturschock und Faszination

Third Stop: Ko Samui

Nach einem üppigen Frühstück wurden wir abgeholt und mit dem Van zum Seatran Ferry Pier in der Region Surat Thani gefahren. Die Fahrt dorthin war eine absolute Katastrophe: Der Fahrer fuhr mit 180 km/h die völlig unüberschaubaren Straßen entlang und überholte, ohne einen ausreichenden Blick auf den Gegenverkehr zu haben. Währenddessen hoffte ich einfach nur, wir kommen unbeschadet an. Jegliche Anmerkungen unsererseits á la er möge doch bitte langsamer fahren, blieben unberücksichtigt. Hin und wieder kamen nur verärgerte Kommentare seinerseits zurück. Diese Situation blieb mir wirklich negativ im Gedächtnis – aber so kann es im Urlaub eben auch mal laufen: Nicht immer ist alles so positiv wie man es sich ausmalt.

Am Hafen angekommen mussten wir nicht lange warten, bis die nächste Fähre zum Nathon Pier ging. Es dauerte nur eineinhalb Stunden, bis wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten. 🙂 Von dort aus nahmen wir uns ein Tuk-Tuk zu unserem Hotel, dem Samui Beach Residence Hotel. Die Taxifahrten sind auf Ko Samui wesentlich teurer als in Bangkok. Mit dem riesigen Backpacker-Rucksack auf dem Rücken war die Fahrt mit dem Tuk-Tuk zwar nicht die bequemste Art zu reisen, aber wahrscheinlich die authentischste. 😀 Als wir das Samui Beach Residence Hotel erreicht hatten, erfuhren wir, dass wir ein Upgrade bekommen hatten: Unser Zimmer befand sich im obersten Stock, war groß, sauber sowie gemütlich und wir hatten einen tollen Blick über das Zentrum. Auch die Inhaber, ein Franzose und eine Filipina, waren supernett und hilfsbereit. 🙂 Nur wenige Gehminuten vom Hotel entfernt befand sich der Chaweng Beach, an dem wir auch den einen oder anderen Tag verbrachten. Grundsätzlich hatten wir die ganze Woche mit dem Wetter Glück und konnten problemlos am Strand liegen. An unserem letzten Tag jedoch spazierten wir ein letztes Mal über den Strand und es fing plötzlich an, wie aus Eimern zu schütten. Wie gruselig das Ganze aussehen kann, könnt ihr auf diesem Bild sehen 😀 :

Die Insel selbst hat uns wirklich super gefallen: Es ist dort sicher mehr los als auf anderen thailändischen Inseln, aber das macht ja nichts. Wir werden sicher nicht das letzte Mal in Thailand gewesen sein. 🙂 Auf Ko Samui machten wir selbstverständlich auch noch die eine oder andere Sightseeing Tour: So muss man unbedingt dem Big Buddha einen Besuch abstatten.

Auch Hin Yai und Hin Ta (Grandmother und Grandfather Rock) standen auf unserem Programm. Nicht nur die Felsformationen waren, sagen wir mal: interessant 😀 , sondern auch die Umgebung war richtig schön.

Mit am besten hat mir der Lad Koh Viewpoint gefallen. Von dort aus hatte man einen atemberaubenden Blick auf das Meer, das mit dem Horizont zu verschmelzen schien. Gerne hätte ich mich noch viel länger dort aufgehalten…

Eine Arbeitskollegin empfahl uns zudem, dem Silver Beach einen Besuch abzustatten. Sie verglich den Strand mit denen auf den Seychellen – spätestens da war uns klar: Wir müssen dahin! Und tatsächlich hat sie uns nicht zu viel versprochen. Mit dem Tuk-Tuk kommt man bequem innerhalb von etwa 10 Minuten von Chaweng zu besagtem Strand. Dieser besticht durch feinen Sand und kristallklares Wasser. 🙂 Einige Male konnten wir auch viele bunte Fische sehen, die sich unter Wasser tummelten. Für uns war der Silver Beach definitiv unser Traumstrand in unserem Thailand Urlaub. Das Restaurant des direkt am Strand gelegenen Silver Beach Resorts ist übrigens auch sehr zu empfehlen: Dort kann man für wenig Geld für eine leckere Stärkung sorgen.

An einem Abend boten uns die Inhaber des Hotels an, mit nach Fisherman’s Village, dem ältesten Fischerdorf der Insel direkt am Bophut Beach, zu fahren. Dort findet jeden Freitag ab 18 Uhr ein wunderschöner Nachtmarkt statt – der mit Abstand schönste, den wir in unserer Thailand-Zeit gesehen haben. Es gibt zahlreiche Stände mit wunderschönem Schmuck, Kleidung und Accessoires. Außerdem kann man sich auf die Vielfalt an Restaurants und Essensständen freuen: Da waren wirklich zahlreiche Leckereien dabei. 🙂 Als wir nach einiger Zeit an den Strand gelangten, genossen wir erst einmal für einige Zeit die Atmosphäre dort. Das Rauschen des Meeres zusammen mit der tollen Beleuchtung machten den Ort zu etwas ganz Besonderem.

Auch wenn die Reise manchmal etwas anstrengend war, haben wir es zu keinem Zeitpunkt bereut, nach Thailand geflogen zu sein. Uns erwarteten gastfreundliche Menschen, gutes Essen, jede Menge Abenteuer, aber auch eine erholsame Zeit am Meer – ein durchaus abwechslungsreicher Urlaub also. Dazu muss ich allerdings erwähnen, dass wir nur etwas mehr als zweieinhalb Wochen unterwegs waren und somit auch ein relativ durchgetaktetes Programm hatten. Für Thailand sollte man dann doch besser mindestens drei bis vier Wochen einplanen, sofern man verschiedene Stationen abklappern möchte. 🙂 Dass in Thailand gerade Regenzeit war, störte uns übrigens nur im Khao Sok Nationalpark: Aufgrund der ununterbrochenen Schauer konnten wir unser Programm leider nicht so durchziehen wie wir wollten. An allen anderen Orten regnete es jedoch nahezu gar nicht. Wenn, dann schüttete es nur kurz wie aus Kübeln – es hörte allerdings so schnell wieder auf wie es angefangen hatte. Für uns ist klar: Das war definitiv nicht unser letztes Mal in Thailand! Es gibt einfach so wahnsinnig viel dort zu sehen, dass wir noch lange nicht fertig sind. 🙂

Ich hoffe, ich konnte euch mit dieser dreiteiligen Reisereportage ein wenig inspirieren. Falls ihr weitere Tipps für Thailand oder eventuell noch Fragen an mich habt, könnt ihr dafür gerne die Kommentarfunktion nutzen.

Und vergesst nicht: The real voyage of discovery consists not in seeking new landscapes, but in having new eyes. – Marcel Proust

#traveldiary part II: Thailand – zwischen Kulturschock und Faszination

Second stop: Khao Sok Nationalpark

Nach elf Stunden kamen wir also in Surat Thani an und wurden wenig später mit dem Bus zum Paradise Resort im Khao Sok Nationalpark befördert. Dieses liegt wirklich mitten im Dschungel, ist allerdings superschön angelegt. Man kann dort in Baumhäusern oder Bungalows nächtigen. Wir haben uns für einen Bungalow entschieden.

Es ist wirklich unglaublich, wie laut es im Dschungel ist. Vor allem nachts hört man Grillen, Frösche und sämtliche andere Tierlaute, die wir nicht genau zuordnen konnten. Ich habe bisher in meinem Leben aber wahrscheinlich Weniges gehört, was so entspannend auf mich gewirkt hat. Das Resort war wirklich sehr gut. Wir hatten alles, was wir benötigten, und das Personal war immer hilfsbereit und freundlich. 🙂 Sehr zu empfehlen ist auch das Restaurant dort: Es gibt zahlreiche verschiedene Gerichte und es hat uns immer gut geschmeckt.
Ein kleiner Tipp am Rande: Alle unsere Ausflüge im Khao Sok haben wir über das Paradise Resort gebucht und ausschließlich gute Erfahrungen gemacht. 🙂

Ein besonderes Highlight dort war für uns die Begegnung mit Elefanten. Generell muss man natürlich sagen, dass man in Thailand ein wenig aufpassen muss, wo man hingeht. In der Nähe von Bangkok und auf Ko Samui fiel uns die schlechte Haltung extrem auf. Bei der im Nationalpark gelegenen Elefantenstation, bei der wir waren, durften sich die Elefanten jedoch frei bewegen (es gab keine Zäune oder sonstige Begrenzungen beziehungsweise jegliche Anzeichen von Gewalt). Im Endeffekt muss es jeder selbst mit sich ausmachen – wir hatten dort ein gutes Gefühl, was die Tiere betrifft. Anderswo hatten wir das definitiv nicht. Für uns war es bereits ein absolut außergewöhnliches Bild, die Elefanten durch das grüne Gras wandern zu sehen. Auch das Erlebnis, mit einem Elefanten im Flussbett zu baden, ihn zu waschen und im Anschluss zu füttern, war für uns einfach einzigartig. Anfangs hatte ich echt eine gehörige Portion Respekt: Klein sind die Tiere ja definitiv nicht. 😀 Für mich war die Begegnung etwas ganz Besonderes, das ich sicher für immer in Erinnerung behalten werde.

Nun aber zu unserem wohl größten Abenteuer in Thailand: Der zweitägigen Lake Tour auf dem See Ratchaprapha im Nationalpark. Wir haben diesen Ausflug bereits im Vorfeld gebucht und wurden am Paradise Resort erst einmal abgeholt, um an den Hafen gebracht zu werden. Wir waren schon relativ aufgeregt, weil uns eine Nacht in einer auf dem See schwimmenden Bambushütte erwartete. Dort würden wir nichts außer eine Matratze und ein Fliegennetz haben. Um Himmels Willen. 😀 Zusammen mit einer Gruppe von Amerikanern, Franzosen und Holländern stiegen wir dann mit dem Reiseführer in ein klassisches thailändisches Longtail-Boot, das hinten mit einem Motor betrieben wird. Zu dem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, was uns bevorstand…

Eineinhalb Stunden Bootfahren waren nun angesagt. Die ersten 15-20 Minuten sah das Wetter noch gut aus. Was dann kam, habe ich aber noch nie erlebt. Wie aus dem Nichts schüttete es wie aus Eimern und uns kam ein Wind entgegen, der es mir schwer machte, überhaupt zu atmen. An einigen Stellen musste der Motor abgeschaltet werden oder wir fuhren im Kreis, um dem Wind möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten. Ich würde lügen, würde ich behaupten, keine Angst gehabt zu haben. Die Gruppe hinter uns kehrte wieder um, wir aber fuhren schnurstracks Richtung Bambushütten. Da half nur noch eine gehörige Portion Vertrauen, in die Erfahrung und das Einschätzungsvermögen des Reiseführers sowie an irgendeine höhere Macht, die hoffentlich wollte, dass wir gut ankommen. 😀 Und tatsächlich: Wir erreichten unser Ziel und blickten direkt bei unserer Ankunft in viele Gesichter, die uns schon zu erwarten schienen. Ein Teil der „Häuserkette“ war bereits etwas aus der Linie geraten, der Wind hatte wohl tatsächlich Schaden angerichtet. Von oben bis unten nass (Wechselklamotten hatten wir natürlich so gut wie keine dabei) sprangen wir erst einmal in den smaragdgrünen See. Dieser fühlte sich an wie ein beheizter Swimmingpool. Hinterher war uns zumindest nicht mehr kalt. 😀

Leider verlief der Trip etwas anders als geplant, weil es die kompletten zwei Tage durchschüttete. In der Regenzeit kann dies durchaus passieren. Dementsprechend konnten wir nicht die geplanten Höhlentouren unternehmen oder auf Entdeckungstour gehen und vielleicht den ein oder anderen Blick auf Wildtiere erhaschen. Grundsätzlich würde ich den Ausflug daher wirklich nur in der Trockenzeit empfehlen. Zu groß ist die Gefahr, dass man mit dem Wetter Pech hat. Trotzdem kann ich nicht behaupten, dass der Trip es nicht wert war. Wir waren mit einer tollen Truppe dort, haben uns alle gut verstanden und einander kennengelernt. Ein gemütliches Beisammensein auf einem schwimmenden Restaurant hat doch auch etwas, oder? 😉 Zudem war es ein tolles Gefühl, mitten in einem Dschungel zu schlafen, in dem es noch freilebende Tiger, Elefanten und zahlreiche weitere Tiere gibt.
Übrigens: An diesem Ort haben wir mit Abstand am besten Thai gegessen. Vor allem das Curry und ein phänomenaler, frischer Fisch waren echt der Wahnsinn!

Auf dem Rückweg machten wir dann doch noch einen Stop bei einer Höhle, der Pra Kay Patch Cave. Dort kann man mit dem Boot anlegen und gelangt nur über einen Steinweg und eine Treppe zum Eingang der Höhle: Sie läuft also auch bei Regen nicht Gefahr, durchflutet zu werden. Vom Inneren der Höhle habe ich keine Fotos, dort war ich zu beschäftigt mit mir selbst. 😀 Fledermäuse, Schlangen und handflächengroße Spinnen gab es dort in Massen, wobei ich glücklicherweise nur ersteres gesehen habe. Als ich die Schreie von irgendwelchen Besuchern a la „Oh Gott, eine Spinne/Schlange!“ gehört habe, habe ich dann allerdings doch wieder kehrt gemacht. Das war dann irgendwie zu viel des Guten. 😀 Ich bin allerdings schon stolz auf mich, trotz meiner Spinnenphobie überhaupt hineingegangen zu sein. Außerdem hatte die Umgebung rund um die Höhle ebenso seinen Reiz…:

Wieder im Paradise Resort angekommen, ließen wir die letzte Nacht dort ausklingen. Wir haben uns mit einem Teil der Truppe vom Lake Trip verabredet und saßen gemütlich beisammen, ehe es am nächsten Tag mit dem Schiff nach Ko Samui ging.

All unsere Erlebnisse auf Ko Samui habe ich in meinem traveldiary Part 3 zusammengefasst. Bald schon kommt der letzte Teil dieser Reihe online – seid also gespannt! 🙂

Alles Gute,