#Bookmonday: „Stalker“ by Louise Voss and Mark Edwards – a book that freaked me out

Herzlich Willkommen zum nächsten Book Monday!

Heute ist wieder Thriller-Zeit – Es soll nämlich um das Buch „Stalker“ von Louise Voss und Mark Edwards gehen. Eines kann ich gleich vorab sagen: Ich habe mich wirklich gegruselt, was allerdings nicht an der Story selbst lag. Hört sich komisch an, ist aber so. Ich werde das weiter unten selbstverständlich auflösen.

Zuerst einmal aber wie immer die Fakten: „Stalker“ habe ich als Rezensionsexemplar zugeschickt bekommen. Der Thriller erschien am 14. August 2017 im btb Verlag und umfasst 416 Seiten. Ich wollte dieses Buch unbedingt lesen, weil ich die Stalking-Thematik im Thriller-Bereich grundsätzlich wahnsinnig spannend finde. Es hat mich dementsprechend sehr interessiert, wie die beiden Autoren es umgesetzt haben.

Die Handlung

„Stalker“ beginnt ganz so, wie man es von einem solchen Thriller erwarten würde: Alex, ein junger Mann, nimmt am Schreibkurs der Dozentin und Schriftstellerin Siobhan teil. Trotz des Altersunterschieds verliebt sich Alex innerhalb kürzester Zeit unsterblich in seine Lehrerin und ist überzeugt davon, dass auch sie Interesse an ihm bekundet. Es dauert nicht lange und er fängt an, ihr nachzustellen: Er beobachtet sie bei allem, was sie tut und ist eifersüchtig auf zahlreiche Menschen, mit denen sich Siobhan trifft. In seinem Kopf malt er sich bereits aus, wie es sein wird, den Rest seines Lebens mit seiner Angebeteten zu verbringen. Die Dozentin versucht sich die ungewöhnlichen Dinge, die passieren, zunächst logisch zu erklären, doch allmählich bekommt sie es mit der Angst zu tun. Und dann wird auch noch über den Fund einer Leiche berichtet… Sie stammt von einer Frau, die sowohl Alex als auch Siobhan kennen.

Meine Meinung

Bei der Zusammenfassung der Handlung habe ich mich am Klappentext orientiert, es ist also in keinster Weise ein Spoiler – und das meine ich auch wirklich so. Letztendlich hat sich die Geschichte nämlich vollkommen anders entwickelt als ich es erwartet hatte.

Der Thriller ist in zwei Teile gegliedert: Während der erste tatsächlich nicht sonderlich von meinen Vorstellungen abwich, ging die Story im zweiten Teil in eine Richtung, die ich zu keinem Moment absehen konnte. Diesen Überraschungsmoment fand ich sehr gelungen, obwohl ich sagen muss, dass er nicht gerade realistisch ist. Eigentlich bin ich – insbesondere bei Thrillern – kein großer Fan davon, wenn die Geschichte nicht viel mit der Wirklichkeit zu tun hat, aber bei diesem Buch hat mir dieser kleine Kniff sehr gut gefallen.

Als Leser bekommen wir in Form von Tagebucheinträgen sowohl die Perspektive des Täters als auch die des Opfers vermittelt, was ich als sehr spannend empfand. Insbesondere der Täter, Alex, ist meiner Meinung nach ein gelungener Protagonist, der eine interessante Entwicklung durchmacht. Ich würde sogar fast sagen, dass es dem Leser leichter fällt, sich in ihn hineinzuversetzen als in Siobhan. Grundsätzlich ist es aber auf jeden Fall so, dass beide Hauptcharaktere „nicht ganz normal“ sind. Die Dozentin hat mich an der einen oder anderen Stelle etwas genervt, es blieb aber glücklicherweise noch im Rahmen.

Der Schreibstil von Voss und Edwards hat mir sehr gut gefallen: Er ist zwar relativ kühl – Emotionen kommen so gut wie gar nicht zum Ausdruck – aber gerade das passt meiner Meinung nach auch zum Inhalt. Er führt dazu, dass man das Buch flüssig und schnell lesen kann – bei mir flogen die Seiten nur so dahin.

Wegen des Inhalts gegruselt habe ich mich zwar den kompletten Thriller hindurch nicht wirklich (was aber definitiv auch zu großen Teilen der plötzlichen Wendung geschuldet war), trotzdem wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht. Davon abgesehen hatte ich mit diesem Buch zwei sehr sonderbare Erlebnisse, die dann tatsächlich dazu geführt haben, dass ich Angst bekommen habe. Szenario 1: Ich nehme das Buch mit ins Badezimmer, weil ich es in der Badewanne lesen möchte. Ich blättere um und prompt befindet sich auch die Protagonistin in der Badewanne. Ihr könnt euch sicher vorstellen, dass sich die erholsame Zeit erst mal erledigt hatte. Szenario 2: Am selben Tag abends habe ich meine rebuy Merkliste aktualisiert und das Buch „Brennen muss Salem“ von Stephen King hinzugefügt. Im Anschluss habe ich weiter in „Stalker“ gelesen. Ich blättere um – sprich: ich konnte es vorher nicht gesehen haben! – und es lässt sich eine Referenz auf eben jenes Buch, das auch noch namentlich erwähnt wird, finden. Überschneidungen von Realität und Buchinhalt können mich wirklich verrückt machen, insbesondere wenn es um Thriller geht. Daher haben mich diese Tatsachen letztendlich mehr gegruselt als die Story selbst. Wenn ich aber von diesen ganz individuellen Erlebnissen absehe, kann ich gar nicht sagen, ob ich „Stalker“ wirklich das Genre des Thrillers zugestehen würde. Vermutlich würde ich es eher in die Kategorie „spannender Roman“ einordnen – und das, obwohl die Stalking-Thematik doch gerade so viele Möglichkeiten bietet, den Leser in Angst und Schrecken zu versetzen.

Abschließend muss ich bei diesem Buch das wunderschöne Cover loben: Das ist meiner Meinung nach sehr gelungen.

Fazit

Alles in allem gebe ich dem Buch gutgemeinte vier Sterne, weil ich es gerne gelesen habe, den Schreibstil klasse fand und mich die Wendung doch sehr positiv überrascht hat. Wer auf der Suche nach einer etwas anderen Stalking-Story ist, ist damit sicher gut beraten. Wer sich richtig gruseln möchte hingegen eher weniger.

Was mich interessieren würde: Hattet ihr auch schon so sonderbare Erlebnisse, sprich Überschneidungen von Realität und Buchinhalt? Und damit meine ich nicht: „Ich kann mich mit dem Buch identifizieren, weil mir vor xy Jahren etwas Ähnliches passiert ist“, sondern vielmehr, dass die entsprechenden Situationen im Buch unmittelbar dann in der Realität eingetreten sind, als ihr es gelesen habt.

Ich wünsche euch noch einen schönen Montag!

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Café Wohnraum: Yummy food and the best Latte Macchiato with soy milk I’ve ever tried

Schon lange habe ich keinen Restaurant- beziehungsweise Café-Tipp für Köln mehr gegeben, dabei ist die Stadt voll davon. Gerade aus diesem Grund möchte ich euch heute das Café Wohnraum im Stadtteil Nippes empfehlen. Auch dieses ist – wie die meisten Cafés in Köln – nicht sonderlich groß, allerdings bietet es doch um einiges mehr Platz im Vergleich zu anderen Lokalitäten. Neben dem Bereich unten vor der Theke geht es auch noch nach oben, wo sich vier weitere Tische befinden. Insbesondere am Wochenende ist es allerdings dennoch sinnvoll zu reservieren. Hätten meine Freundin und ich das nicht getan, hätten wir am Samstag Vormittag definitiv keinen Platz bekommen.

Die Getränke und Speisen

Im Café Wohnraum gibt es wirklich alles, was das Herz begehrt: Kaffeespezialitäten, Tees, Säfte, Softdrinks und Smoothies. Ich habe mich für einen Latte Macchiato mit Sojamilch entschieden und ich muss sagen: Das war der beste, den ich bisher getrunken habe.

In puncto Essen könnt ihr aus einer großen Auswahl an Brotkörben mit verschiedenen Aufstrichen, Wurst oder Käse wählen (es gibt außerdem auch ein veganes Frühstück, sofern ihr Wert darauf legt). Auch Bagels, Stullen oder Toast stehen auf der Speisekarte. Ich habe mich für die „Banana Stulle“ entschieden: Knuspriges Brot mit Erdnussbutter, Banane, Blaubeeren, Walnüssen und Honig – richtig lecker! Dazu gab es ein Stück Bananenbrot, das richtig saftig und mit Schokoladenstückchen verfeinert war (es war übrigens ebenfalls vegan).

Uns beiden hat das Café richtig gut gefallen, wir kommen bestimmt wieder!

In diesem Sinne: Guten Appetit!